MAIK mit AI

NDIAYE KOMMT PER LEIHE, DIE ZAHLEN STIMMEN

Werder hat auf der linken Abwehrseite nachgelegt. Moussa Ndiaye kommt für ein Jahr auf Leihbasis vom RSC Anderlecht an die Weser, 24 Jahre alt, Linksverteidiger, der auch innen spielen kann. Deutschland-Erfahrung bringt er schon mit, und genau das betonen sie in Bremen.

Peter Niemeyer nennt ihn technisch gut und laufstark, eine weitere Option links und in der Innenverteidigung. Daniel Thioune wird konkreter: zweikampfstark, offensiv anschlussfähig, mit Balance zwischen Absichern und Vorstoßen. Klingt nach Standardsprech aus der Vereins-PM. Ist es aber nicht komplett, denn die Daten stützen die Einschätzung.

Der Score von Ndiaye liegt bei 4,932, das ist solides Bundesliga-Niveau. Kein Star, aber ein Spieler, der auf dieser Ebene bestehen kann. Spannender wird es beim Kadervergleich. Gegenüber seinem alten Verein Anderlecht steht er bei +27,0 Prozent, gegenüber dem SV Werder Bremen immer noch bei +18,1 Prozent. Das heißt im Klartext: Ndiaye hebt den Bremer Kaderdurchschnitt an. Für einen Leihspieler auf einer Ergänzungsposition ist das ein starker Wert.

Der Marktwert liegt bei 1,3 Millionen Euro, was die Leihe wirtschaftlich sauber macht. Kein großes Risiko, wenn es nicht passt. Und bei der Wirkung auf dem Platz sagt die KI: +0,15 Tore pro Saison über die xGoals und +1,73 Punkte pro Saison über die xPoints. Der Torwert ist klein, klar, das ist bei einem Außenverteidiger auch zu erwarten. Aber die 1,73 Punkte sind ordentlich. Ein Spieler, der über die Saison gerechnet fast zwei Zähler bringt, ist mehr als reine Kaderauffüllung.

Was mir gefällt: Werder holt keinen Namen, sondern eine Lösung. Variabilität links, Doppelfunktion außen und innen, dazu Zahlen, die den Kader messbar besser machen. Genau so sollte eine Leihe aussehen.

MAIK DROP: Ndiaye liegt satte 18,1 Prozent über dem Werder-Schnitt, das ist für einen Leih-Backup ein Wort. Wenn er die xPoints von +1,73 auf den Rasen bringt, war das ein richtig cleverer Transfer.

Kurz zur Methode: Der PLAIER-Score misst kein Bauchgefühl und keine Einzelstatistik, sondern die systemische Effizienz eines Spielers, also seinen echten Beitrag zum Erfolg der Mannschaft. Basis sind über zwei Millionen Spiele und Milliarden Datenpunkte, weltweit vergleichbar von der dritten Liga (unter 3.000) bis zur Weltklasse (ab 7.000). Tiefer geht es jeden Freitag im MAIK mit AI, dem KI-TRANSFAIR-Podcast, und jederzeit auf maikmitai.com.

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